Interview: Daniela & Emma

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Dani, wir kennen uns seit 19 Jahren. Wir sind beste Freundinnen und immer gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Dieses Jahr im wahrsten Sinn des Wortes. Wir waren beide zur gleichen Zeit schwanger. Emma kam 2 Monate vor Valerie auf die Welt. Du hast mich die letzten Jahre bei meiner Mutterwerdung begleitet, jetzt bist du selbst Mutter, was mich unglaublich freut! Wie hat sich dein Leben, in den 5 Monaten seit es Emma gibt, verändert?

Eigentlich hat es sich ganz oder auch gar nicht verändert. Ich mache dasselbe, was ich vorher gemacht habe, nur mache ich es halt nicht mehr allein, sondern mit Emma gemeinsam. Alles außer Yoga. Sobald ich abgestillt habe, werde ich das wieder angehen. Ich gehe nach wie vor arbeiten und auch privat hat sich nicht viel verändert. Obwohl, das stimmt nicht ganz! Ich kann am Abend nirgends mehr hingehen, weil ich Emma noch bei keinem Babysitter lasse, aber das stört mich nicht. Es hat sich eigentlich total verändert, aber es fühlt sich nicht so an, auch wenn das vielleicht komisch klingen mag. Ich bin so verliebt in sie, dass ich es kaum in Worte fassen kann! Was ich mir bevor sie kam, so eigentlich gar nicht vorstellen konnte. Deswegen ist auch alles, was man vielleicht nicht so wie früher machen kann, kein Verzicht. Ein Vorteil ist sicher auch, dass ich mit 40 einfach auch schon vieles erlebt habe und nicht mehr das Gefühle habe, etwas zu versäumen.

Du bist Chefin von 2 Lokalen in Wien, Bar 1010 und Freyung 4, und hast nach kürzester Zeit wieder angefangen zu arbeiten. Wie funktioniert das und wie lässt sich das mit Kind vereinbaren?

Ich versuche soweit es geht, schon seit dem ersten Monat regelmäßig ins Büro zu gehen und meine Aufgaben zu erledigen. Nachdem ich in jedem Lokal einen Partner habe, muss ich zum Glück am Abend nicht mehr Dienst machen. Natürlich geht das nicht so, wie es vorher gegangen ist, aber durch die Unterstützung meiner Partner und Mitarbeiter, kann ich mich ein bißchen freispielen und kürzer treten. Für nächstes Jahr im Sommer habe ich zum Glück einen Krippenplatz bekommen und ab dann wird es sicher leichter werden. Aber solange sie noch so klein ist, habe ich den Luxus, mit ihr mehr zu Hause zu sein als sonst.

Du nimmst Emma immer mit wenn du arbeiten gehst. Wie funktioniert das?

Das funktioniert sehr gut, weil sie sehr brav ist. Aber das liegt glaube ich auch daran, dass ich sie von Anfang an einfach überall hin mitgenommen habe. Sie ist wahnsinnig geduldig und schläft auch sehr brav am Vormittag, wenn ich mit ihr unterwegs bin. Und wenn nicht liegt sie dann auch schon mal im Büro am Schreibtisch und untersucht den Kopierer oder zerlegt den Heftklammermagneten. Aber zum Glück hab ich keinen 8 bis 17 Uhr Job in einem Büro, sondern kann mir das gut einteilen. Es ist auch sehr abwechslungsreich. Ich bin oft auf Besorgungstour, da kann ich sie im Auto mitnehmen. Wir sind auch viel zu Fuß unterwegs, um Sachen zu erledigen und da nehme ich sie einfach im Kinderwagen mit, das funktioniert sehr gut. Im Lokal selber geht es natürlich nicht, die Bar zum Beispiel ist ein Raucherlokal und da kann ich sie nicht mitnehmen. Deshalb geht sie dann auch nächstes Jahr in den Kindergarten.

Hast du während deiner Schwangerschaft Umstandsmode gekauft? Welche Marken? Was hast du am liebsten getragen?  

Ich habe wenig Umstandsmode gekauft. Die Jeans vom H&M, waren super, weil sie aussehen wie normale Jeans und gar nicht nach Schwangerschaftshose. Bei PAULINA in München hab ich 2-3 Sachen gekauft, die haben Eigenmarken, T-Shirts und Westen zum Beispiel. Im Internet habe ich ein paar Sachen bei BELLYBUTTON bestellt. Da sich meine Oberweite in der Schwangerschaft verdoppelt hat, war das Wichtigste eine gutsitzende Unterwäsche. Am liebsten hab ich ANITA getragen, gibt es bei DOHNAL. Aber grundsätzlich habe ich nicht viel gekauft, weil ich zwar kilomäßig einiges zugenommen habe, aber vom Umfang her nicht allzu unförmig geworden bin. Am liebsten habe ich Jeans getragen, dazu Stretchblazer oder Strickjacken und natürlich immer einen Schal. Ohne Schal geht es für mich Winter wie Sommer nicht. Meine geliebten Hüte, die ich im Sommer gerne trage, haben mir an mir gar nicht mehr gefallen, weil sich die Proportionen verschoben haben durch die Schwangerschaft und Hut da irgendwie komisch aussah.

Wie hast du dich auf Emma vorbereitet? Welche Beauty- und Pflegeprodukte hast du verwendet?

Ich habe sehr viel Yoga gemacht, 3x die Woche bis 3 Wochen vor der Geburt. Das hat mir sehr gut getan, da ich sehr viele Wassereinlagerungen hatte, die dadurch besser geworden sind. Von Anfang an habe ich das Anti-Schwangerschaftsstreifen Öl von ST. CHARLES APOTHEKE geschmiert, das ich sehr gut vertragen habe. Einige andere Cremen davor habe ich leider gar nicht vertragen. Schwangerschaftsstreifen habe ich keine bekommen, ob das an dem Öl liegt ist schwer zu sagen. Sonst habe ich Beautymäßig alles wie sonst gemacht. Ich verwende am liebsten Produkte von KIEHL’S, die man auch schwanger gut verwenden kann, weil sie ganz natürlich sind. Ich verwende Damage Minimizing Cleanser, weil es die beste Reiningung ever ist und Damage Protecting Toning Mist, dazu Powerful Strength Line Reducing Concentrate und Rosa Arctica Cream. In der Nacht verwende ich Midnight Recovery Concentrate, weil man aussieht als hätte man wirklich gut geschlafen auch wenn es nicht der Fall war! Clearly Corrective Dark Spot Solution verwende ich gegen Pigmentflecken, die ich leider in der Schwangerschaft bekommen habe. Und die BB Cream von Kiehls, hat mich nach Emma’s Geburt schön gemacht hat, auch als ich mich nicht so schön gefühlt habe.

Wie hast du dich sonst noch vorbereitet? Hast du Bücher gelesen?

Ich habe mir ein grosses Schwangerschaftsbuch von GU gekauft und auch sonst noch ein paar Bücher gelesen, so wie das eh alle machen. Da hab ich immer wieder reingelesen, aber ich habe da mehr durch unsere Müttergruppe und auch durch dich und unseren Austausch erfahren und das Ganze eher auf mich zukommen lassen.

Erzähl uns von der Müttergruppe, der ich ja auch angehöre.

Die Müttergruppe ist das Wichtigste und Beste überhaupt gewesen und ist es noch immer. Ich finde es toll, dass das nicht nur über die Kinder geht, sondern dass wir 4 Frauen sind, die sich gut verstehen und mögen und die sich auch ohne Kinder gut verstehen würden. Dass die Kinder alle 4 altersmäßig so knapp zusammen sind, finde ich schön und dass wir alle 4 Mädchen haben, ist auch ein schöner Zufall! Man fühlt sich um 3 Uhr in der Nacht, wenn man nicht schläft, einfach nicht so alleine. Und bevor man wegen jedem Blödsinn gleich den Kinderarzt anruft, kann man ja auch seine Freundinnen damit quälen.

Wo kaufst du für Emma gerne ein? Welche Marken kaufst du für sie?

Das Meiste bestelle ich online. BELLYBUTTON und PETIT BATEAU mag ich sehr gern. IMPS&ELFS finde ich toll, gibt es in Wien aber leider nicht so oft zu kaufen, kaufe ich meistens bei HERR UND FRAU KLEIN. Sehr viel kaufe ich aber online ein, da gibt es ja auch eine sehr große Auswahl. Als sie noch ganz klein war, habe ich bei MIA UND MAUSSHOP bestellt und bei TROPENHAUS. Jetzt auch schon bei SMALLABLE, OEUF NYC finde ich da sehr süss. Es ist buntgemischt, bißchen H&M, viel ZARA und auf jeden Fall viel zu viel! Viel zu viel und hemmungslos und ohne darüber nachzudenken, da verkneif ich mittlerweile lieber mir etwas, als dass ich bei ihr spare. Was natürlich total intelligent ist, weil es ja solange passt… Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass sie sehr viel Gewand braucht, weil sie sehr viel speibt und ich sie daher sehr oft umziehen muss.

Outfitmäßig seid ihr immer so ein bißchen aufeinander abgestimmt. Und nachdem du nicht der rosa Rüschen Typ bist, trägt auch Emma wenig rosa.

Stimmt, sie hat relativ wenig rosa, was meine Mutter furchtbar findet und meine Schwester gar nicht versteht und der Rest der Verwandtschaft wahrscheinlich auch nicht. Dieses arme Kind ist immer grau, heißt es. Ich finde das aber besonders lieb und nachdem sie ohne Haare und mit abstehenden Ohren zur Welt gekommen ist, muss man sie finde ich nicht in ein rosa Rüschenkleid mit Stirnband hineinquetschen. Aber vielleicht ist das auch nur so, weil meine Lieblingsfarbe Grau ist und mein Hang zur Rüschenbluse nicht sehr ausgeprägt ist. Sie wird das später selbst entscheiden. Kleider finde ich bei Babys rasend unpraktisch, weil sie dauernd raufrutschen, deswegen ist es mit Hosen oder Leggings und Sweatshirts einfach praktischer.

Was war dein Best Buy, was dein Worst Buy bis jetzt?

Grossartig finde ich die Säcke von DWELLSTUDIO, die haben natürlich auch gut in die Jahreszeit gepasst. Emma kam im Sommer zur Welt. Den habe ich im Kinderwagen verwendet, aber auch als Einlage für den Maxi Cosi und sogar als Schlafsack im Beistellbett. Sehr gut finde ich auch den WALLABOO Fußsack für den Maxi Cosi. Eine wunderbare Investition war der Windeleimer, ohne den könnte ich es mir gar nicht vorstellen. Völlig sinnlos war „My First Kleid“, also ihr erstes Kleid, das musste unbedingt sein, einmal angehabt und dann nie wieder. Auch die Badeeinlage, um das Waschbecken zum Baden zu verkleinern, war ein Blödsinn. Als Fehlkauf herausgestellt haben sich auch sämtliche Flaschen, die ich besorgt habe, weil sie nicht aus der Flasche trinken will. Hat sie konsequent verweigert, bis ich mit Zufüttern von Brei mit Löffel begonnen habe. Löffel findet sie gut! Vieles gab’s, das ich nicht verwendet habe. Auch zum Beispiel einen Daunensack, der am Lammfell rutschte und den ich dann anbinden musste. Fehlkäufe gab es also eher am Equipment-Sektor, weil man sich einbildet, dass man für jede Temperatur die richtige Spezial-Sonderausstattung braucht, die dann nicht wirklich immer praktisch ist.

Du hast so besonders süsse Stofftiere, Rasseln, Mobiles und sonstige Dekorationsgegenstände in Emma’s Zimmer. Wo kaufst du ein?

Ich habe eine Vorliebe für gestricktes und gehäkeltes Spielzeug und originelle Stofftiere. Ihr Zimmer ist nicht sehr groß und deswegen ist es mir besonders wichtig, dass die Sachen in den offenen Regalen nett aussehen. Ich habe vieles davon bei DUFT & KULTUR, HERR UND FRAU KLEIN, HERZILEIN, MY CIRCUS gekauft und manchmal in München, wo ich besonders gerne einkaufe.

Dani, Danke für das Gespräch und deine Freundschaft! Ich fände es schön, wenn sich Emma und Valerie vielleicht auch so gut befreunden wie wir und unsere Freundschaft auf ihre Art und Weise fortsetzen!

Interview & Fotos: Isabelle Flandorfer

Categories: Interviews

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