What to wear… in der Geburtsklinik

What to wear… soll eine neue Kategorie am Blog werden, in der ich Tipps für die verschiedensten Anlässe geben möchte. Von der Piratenparty bis zum Strandurlaub…

Vor kurzem habe ich mich mit einer Freundin, die gerade schwanger ist, darüber unterhalten, was man denn nach der Entbindung im Spital am besten anzieht. Läuft man die ganze Zeit im Nachthemd herum, und was gibt es, das bequem und fesch ist? Wie kann man am besten hübsch aussehen und doch bequem angezogen sein? Ich habe ein paar Sachen zusammengestellt, die sich bei mir bewährt haben, was ich im Spital getragen habe und auch ein paar Tipps zum Nachshoppen.

Für die Geburt selbst braucht man ja meiner Meinung gar nichts. Ja, natürlich definitiv eine gute Hebamme, die ist die wichtigste Bezugsperson während der Geburt! Ich hatte nie eine eigene und war immer sehr zufrieden mit den gerade diensthabenden Hebammen bei meinen Geburten. Sie waren alle ganz toll!

Für Duftkerzen, Kuscheldecke oder einen iPod mit der Lieblingsmusik hatte ich nie Zeit. Dafür war ich viel zu beschäftigt mit mir, meinem Körper, den Schmerzen, eben der Geburt selbst. Im Kreissaal trägt man am besten ein Nachthemd vom Spital. Was man gut gebrauchen kann, ist sicherlich viel Geduld (bei mir war das zumindest so, denn alle drei Geburten dauerten sehr lange), eine gute Portion Humor (nichts hilft gegen Schmerzen besser, als ab und zu wirklich lachen zu müssen) und einen nervenstarken Partner an seiner Seite, der seine eigenen Befindlichkeiten zurückstellen kann und einen eben ab und zu zum Lachen bringen kann.

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Pantoletten von CHRISTOPHER KANE, Lippenpflegestift von ILIA, Pyjama von DONNA KARAN SLEEPWEAR, Höschen von SKIN, Morgenmantel von SKIN, Jogginghose von SPLENDID, T-Shirt von VELVET.

Geholfen hat mir ausserdem noch, immer wieder einen Traubenzucker zu lutschen und einen Pflegestift für die Lippen sollte man dabei haben, die trocknen vom vielen Atmen schnell aus. Ich finde es nicht notwendig für den Spitalsaufenthalt eigene Nachthemden mitzubringen, am besten man trägt im Spital die Nachthemden, die einem zur Verfügung gestellt werden. Man schwitzt und blutet und wechselt sie daher sowieso jeden Tag, da muss man nicht extra die eigenen dafür verwenden. Ein paar gemütliche Unterhosen sind wichtig, die Spitals-Netzhöschen, die man nach der Geburt bekommt, will man irgendwann nicht mehr tragen, so praktisch sie auch zu Beginn sind. Sie sollten nicht einschneiden und bequem sitzen. Ein netter Bademantel ist wichtig, am besten leicht und nicht allzu dick, kein schwerer aus dickem Frottee, mir war immer sehr warm… Den kann man dann gut übers Spitalsnachthemd tragen.

Unbedingt mitnehmen muss man Schlapfen, in denen man gut gehen kann. Am besten sind Birkenstocks, die sind super bequem, gut für die Füsse und im Moment noch dazu megahip. Fashionpeople von New York bis Tokio tragen sie… ;-) Rutschige Flip Flops sind nicht so praktisch, man schlüpft vielleicht raus und mit Baby am Arm sollte man einen guten Halt haben, man hält es zu Beginn ja so vorsichtig wie ein rohes Ei!

Nach 1-2 Tagen legt man aber untertags das Nachthemd ab und möchte, wenn die ersten Besucher eintrudeln, ein bißchen netter aussehen und nicht gar so nach „Bett“. Man ist dann auch immer wieder am Gang unterwegs und pendelt mit dem Baby zwischen Kinderzimmer und eigenem Zimmer hin und her. Ich habe da sehr gerne eine gemütliche Hose aus einem weichem Material getragen. Dazu ein T-Shirt, drüber eine Kapuzenjacke oder eben einen Bade- oder Morgenmantel. Das ist alles so bequem, dass man damit auch im Bett sitzen kann, aber „angezogen“ genug, um sich auch unter Leute zu „wagen“.

Schön sind neutrale Farben, wie beige, grau, rosé oder hellblau. Im Spital ist alles so clean und die Babys so rein, da habe ich persönlich gerne helle Sachen getragen und nicht unbedingt schwarz. Aber das ist Geschmackssache. Tolle Loungewear gibt es zB. bei TRIUMPH. Die Body Makeup Hose und das dazupassende Top hab ich sehr gern, kann man sowohl als Pyjama, aber auch gemütlich untertags zum Rumkuscheln auf der Couch tragen. Auch bei PALMERS habe ich gute Sachen gefunden.

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Kapuzenjacke von SPLENDID, Morgenmantel von BODAS, Höschen von BODAS, T-Shirt von VELVET, Pyjama-Hose von ELLE MCPHERSON INTIMATES, weisse BIRKENSTOCKS, Rougestick von ILIA

In meinem Necessaire hatte ich die herkömmlichen Dinge wie Duschgel und Shampoo, ein Deo, einen Rasierer, eine Körpercreme und eine Feuchtigkeitscreme fürs Gesicht mit. Parfüm habe ich noch bis zu ungefähr vier Monate nach der Geburt keines verwendet (und dann nur selten), weil ich für Valerie pur nach Mama duften wollte und mich nicht mit Parfüm umnebeln wollte. Man hat das Baby so nahe bei sich die ganze Zeit, da soll es doch den unverfälschten Mama-Geruch schnuppern können! Für’s Verhübschen wenn Besuch kam oder den Fototermin im Spital, hatte ich eine getönte Tagescreme, ein Rouge und eine Wimperntusche mit. In den meisten Wiener Spitälern kann man sich und das Baby in den ersten Tagen fotografieren lassen. Man bekommt dann ein ganzes Paket mit Fotos und einem Album. Eine super Sache! Gab es „damals“ bei den Buben noch nicht… Bei Valerie haben wir gleich alles bestellt und die ganze Familie mit Fotoalben versorgt. Ein zarter Hauch Make-up (am besten ein Rouge in Stick-Form, das kann man schnell und unkompliziert auftragen und hat im Nu rosa Wangen) ab und zu kann nicht schaden, denn man wird mit Baby im Arm von Familie oder Freunden, die zu Besuch kommen, sehr gerne fotografiert und will ja nicht unbedingt, dass dann Fotos herumgezeigt werden, auf denen man elendsblass und abgekämpft aussieht…

Drei Tipps noch für den Spitalsaufenthalt, die ich jeder Mutter, die zum ersten Mal entbindet mitgeben würde:

1) BESUCHE: Am besten so wenig Besuch wie möglich ins Spital bitten! Man braucht die Zeit, um das Baby kennenzulernen und Ruhe, um sich zu erholen! Wenn nicht dauernd wer kommt, kann man auch mal untertags ein bißchen Schlaf nachholen. Nach dem Milcheinschuss braucht man sowieso genug Zeit und Muße, um ungestört stillen zu können. Ein Phänomen, das ich schon des Öfteren beobachtet habe, ist, dass Menschen im Spital doch tatsächlich unangemeldet auf Besuch hereinschneien. Ich verstehe es nicht. Macht man das, wenn man zu Hause auf Besuch kommt? Hoppla da bin ich! Man meldet sich doch vorher an und macht eine Zeit aus? Nicht so bei manchen Spitalsbesuchern, die stehen dann einfach freudestrahlend in der Tür, wenn man gerade versucht das Baby zu stillen oder vielleicht mal 5 Minuten die Augen zu machen möchte. Wenn man dann zu Hause ist, bleibt finde ich immer noch genug Zeit für Familie und Freunde, um vorbeizuschauen. Am besten es bringen alle immer gleich etwas Essbares mit. :-) Zum Einkaufen und Essen kochen, und man sollte ja gut und ausreichend essen in dieser Zeit, kommt man in den ersten Wochen nicht wirklich.

2) BABY-BLUES: Sich auf den dritten Tag nach der Geburt gefasst machen! Klingt vielleicht lächerlich und betrifft unter Umständen nicht alle Frauen, aber am dritten Tag kommt bei vielen der Blues!  Bei mir war es noch jedes Mal so… Die Euphorie und das Adrenalin, die einen nach der Geburt Bäume ausreissen lassen, sinken, Müdigkeit und Erschöpfung machen sich breit, der Busen spannt und tut weh, die Milch kommt, der Bauch ist weich und immer noch da, der Blick in den Spiegel zeigt Ringe unter den Augen, das Baby wird hungrig und schläft nicht mehr die ganze Nacht, die Hormone stellen sich um … Uff, ich hab am dritten Tag immer noch geheult! Und die Tage davor glaubt man es nicht! Ich und Babyblues? Am dritten Tag alles elend? Bitte, ich doch nicht! Und prompt! Einfach draufeinstellen, wenn die ersten Anzeichen zu merken sind, keinen Besuch empfangen und ganz ruhig machen, mit dem Baby kuscheln, schlafen wann immer es geht und noch ausgiebig die Zeit nützen, in der einem Schwestern und Hebammen mit Rat und Tat zur Seite stehen und man drei Mal am Tag mit Essen versorgt wird und sich außer um’s Baby um nichts kümmern muss. Und drandenken, alles wird gut! Der Körper spielt nur verrückt und es dauert seine Zeit, bis sich alles wieder auf den „Normalzustand“ vor der Schwangerschaft zurück eingependelt hat.

3) SCHLAFEN: Das Baby ruhig auch mal ein paar Stunden im Kinderzimmer abgeben. Ich wollte das eigentlich nie und habe alle 3 Kinder immer soviel wie möglich bei mir gehabt. Doch gibt es Momente, in denen der Zwerg schläft, oder gerade getrunken hat, und man auch selbst einmal zur Ruhe kommen sollte. Dann ab ins Kinderzimmer mit dem Baby und selbst mal eine Stunde schlafen. Wenn das Kind im Zimmer ist, hört man unweigerlich auf jedes Räuspern und kann die Augen kaum abwenden von dem kleinen Wunder, das man auf die Welt gebracht hat. Als ich bei Valerie zuviel Milch hatte und ein bißchen abpumpen musste, damit nichts staut, habe ich sie zweimal in der Nacht abgegeben und sie hat dann die abgepumpte Milch aus der Flasche getrunken. Es war ein Segen, nach der Geburt und nach vor Aufregung und Euphorie durchwachten Nächten, endlich mal wieder ein paar Stunden zu schlafen… So wichtig das Wohl des Kindes ist, man darf nie auf sich selbst vergessen! Die totale Aufopferung tut niemandem gut!

 

Collagen: Isabelle Flandorfer

 

Categories: Pregnancy,What to wear

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