Mamarunde – 5 Frauen, 1 Thema: Weihnachten bei uns

Ich freue mich, euch heute eine neue Blogger-Reihe vorstellen zu dürfen. Gemeinsam mit meinen österreichischen Blogger-Kolleginnen Daniela, Sabrina, Verena und Jeannine werde ich ab jetzt immer wieder mal 1 Thema aufgreifen, über das wir 5 uns dann austauschen werden. Sprich jede von uns wird dann innerhalb einer Woche ihre Sichtweise, Gedanken, Ideen und Inspirationen in einem Blogbeitrag teilen. Alle 5 sind wir ganz unterschiedlich, und so wird es glaube ich richtig interessant. Ich freue mich sehr auf diese österreichische Mamarunde! Klickt einfach auf die verschiedenen Blogs, um die Artikel der anderen zu lesen, Daniela und Sabrina haben schon geschrieben, heute bin ich dran, morgen und übermorgen folgen noch Verena und Jeannine. Viel Spaß mit unserer Mamarunde:

Daniela  – Die Kleine Botin
Sabrina – Starlights in the Kitchen
Isabelle  – Mother’s Finest
Verena – Mamawahnsinn Hochdrei
Jeannine – Mini and Me

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Das naheliegende Thema für unser erstes Mamarunden Thema – natürlich Weihnachten und wie wir es feiern! Für mich bitte  ganz stressfrei, ohne Hektik und ohne Streit! Ja das soll alles schon dagewesen sein… Traurigerweise ist ja die besinnlichste und ruhigste Zeit, wie sie gerne genannt wird, auch oft die stressigste. Geschenke besorgen, noch schnell alle Leute treffen, Dinge erledigen, etc. Stopp! Am besten man steigt so schnell wie möglich auf die Bremse und versucht, wie man so schön sagt, zu entschleunigen. Wir versuchen das jedes Jahr aufs Neue, mal gelingt es besser, mal schlechter, und auch dieses Jahr, hoffe ich, dass ich es schaffe, den Stress in Grenzen zu halten und es wirklich einbißchen ruhiger angehen zu lassen, mich nicht vom Weihnachtsstress überrollen zu lassen…

Aber wie heißt es immer, den Stress macht man sich selbst, stimmt! Ich möchte mir nicht soviel vornehmen, auch mal Nein sagen, nicht mehr jedes Treffen, noch schnell vor Weihnachten erledigen, werde an Einkaufssamstagen nicht in die Stadt fahren und versuchen, nicht alles auf die letzte Minute ankommen zu lassen (klappt nicht immer, auch diese Zeilen habe ich erst gestern geschrieben…;-)

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Ich mag Weihnachten! Ich habe so viele schöne Erinnerungen an Weihnachten als Kind. Wir haben schon in der Adventszeit immer Nachmittage bei Punsch und Keksen verbracht, sind als Familie zusammengekommen. Das möchte ich mit meinen Kindern weiterführen und ich freue mich, wenn wir ab und zu Freunde einladen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, es schaffen, ein paar Kekse zu backen, es weihnachtlich wird und Valerie erste Weihnachtslieder, die sie im Kindergarten lernt, trällert.

Die Weihnachtsferien und den 24. selbst verbringen wir jetzt schon seit einiger Zeit bei meiner Mutter in Tirol. Das heißt leider, dass wir oft nach der Schule, wie auch dieses Jahr, weil alles so knapp fällt, am 23.12. mit hängender Zunge gen Westen düsen und meine Mutter bereits alles organisiert hat. Der Baum steht, das Weihnachtsessen ist geplant und liegt im Kühlschrank bereit, die Krippe ist aufgebaut und wir müssen nur mehr die Päckchen unterm Baum verteilen. Das ist natürlich ein Riesenluxus und ich bin unendlich dankbar, dass wir da so verwöhnt werden und mir vieles abgenommen wird. Jedes Jahr denke ich dennoch unser eigenes kleines Weihnachten als Familie zu Hause in Wien an und möchte, in Gedanken, einmal alles selber machen (Hallo Kontrollfreak!). Doch je näher der 24. kommt, desto dankbarer bin ich, dass ich mir keine Gedanken, um Baum, Schmuck und Essen machen muss… Und auch die Kinder freuen sich schon so auf Weihnachten in Tirol, das kennen sie, das hat Tradition und ist in Wahrheit auch urgemütlich! Wir verbringen schließlich auch die weiteren Weihnachtsfeiertage bei meiner Mutter, gehen Skifahren, so es Schnee gibt und die Vorstellung, den Kindern spätestens am 26. die Geschenke zu entreißen und die Koffer zu packen, um nach Tirol zu fahren, finde ich gar nicht so toll.

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Einzig die Logistik ist immer ein herausforderndes Thema. Bei uns im Keller stapeln sich in der Vorweihnachtszeit Kisten und Sackerln, in den Tagen vor Weihnachten kommen dann die lieben Verwandten und bringen ihre Geschenke. Oh Gott, unsere Familie ist so groß und alle haben sich lieb und wollen einander etwas schenken! Schön, aber immer ein unglaubliches Aufgebot an Packerln, die von A nach B transportiert werden müssen. Auch da nehmen wir uns jedes Jahr vor, weniger ist mehr, nicht allen etwas schenken, weniger schenken. Aber es klappt nicht wirklich gut… Da müssen wir noch daran arbeiten!

Also fahren wir immer mit zwei Autos, randvoll gepackt nach Tirol. Ich versuche außerdem alle meine Sachen schon in Wien fertig zu haben und dann, meist sind wir über den 8.12. auch noch mal bei meiner Mutter in Tirol, schon mitzunehmen. Es gab aber auch schon Jahre, in denen ich in einem Wust von Papier, Bändern und Anhängern am Dachboden saß und die Nächte vor Weihnachten mit Packerl packen verbracht habe. Da bleibt die besinnliche Weihnachtsstimmung ein bisschen auf der Strecke, wenn man mit Tixostreifen am Finger erst um 1h ins Bett krabbelt… Das versuche ich jetzt, so weit es geht, zu vermeiden, um den Abend von 23. auf 24. gemütlich mit Mutter und Mann und einem Glas Wein unterm geschmückten Baum zu verbringen und ab und zu ein Keks in den Mund zu schieben.

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Den Baum schmücken wir heimlich, oder oft hat ihn meine Mutter schon im Alleingang geschmückt und wir machen alibihalber noch ein paar Handgriffe, um auch das Gefühl zu haben, etwas beigetragen zu haben… ;-) Der Raum ist dann Sperrzone und natürlich schleichen alle, den ganzen Tag neugierig drum herum und fragen, wann das Christkind denn endlich kommt. Oft denke ich, dass es so praktisch wäre, wenn zumindest schon die Großen beim Schmücken mit dabei wären, aber dann muss ich immer an mich als Kind, auch noch als großes Kind, zurückdenken und an die Magie, wenn sich die Türe des Weihnachtzimmers geöffnet hat und der Raum, den man ganz anders kannte, ins funkelnde Licht des Christbaums getaucht war, rundherum glitzernde Packerln. Magic! Werde ich nie vergessen, diesen Moment als kleines Kind und ich hoffe meine Kinder, zumindest Valerie, die Buben wissen ja schon Bescheid, nehmen es auch so wahr.

Zu Weihnachten werde ich immer sentimental. Ja da wird auch immer viel geweint, weil es so schön ist, weil wir uns lieb haben, weil wir wen vermissen, weil es uns gut geht, weil ich dankbar bin, weil wir zusammen sind. Am liebsten wären wir ja alle zusammen, die ganze Familie mit allen Großeltern, Tanten, Brüdern und Schwestern, aber wir sind so viele, jeder hat seine eigene kleine Familie und alle zusammen, puh, das wäre was, aber es wäre schön! Im Herzen sind wir aber alle vereint, ach Gott, ich werde kitschig und tropfe schon ein paar Tränen in die Tastatur, hab ich glaub ich von meinem Großvater, mit dem konnte man auch gut weinen und ihn vermisse ich dieses Jahr zum zweiten Mal ganz besonders.

Bleibt mir nur noch, euch jetzt schon schöne Weihnachten zu wünschen, ohne Stress, ganz in Ruhe!  Don’t sweat the small stuff! Nichts ist wichtiger als der Moment, die Familie, das Funkeln in den Augen der Kinder, dass wir uns in den Arm nehmen und fest drücken. Ok ok, ich hör schon auf…. ;-)

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