MiniXplore Ausstellung im Technischen Museum Wien

MiniXplore im Technischen Museum Wien

Das Technische Museum weckt in mir immer viele Erinnerungen! Hier habe ich schon mit meinen Buben tolle Nachmittage und Geburtstagspartys verbracht. Neben großen Lokomotiven, Flugzeugen, Turbinen, einer Seilbahn und vielen verschiedenen technischen Exponaten, locken aber immer wieder auch ganz besondere Sonderausstellungen ins Museum.

Vor Weihnachten war ich zu Gast, als die Sonderausstellung “Künstliche Intelligenz” eröffnet wurde, sehr empfehlenswert und auch toll für Teenager und größere Kinder. Jetzt durften wir den neu gestalteten miniXplore Bereich für 3-8 jährige erkunden. Das miniXplore ist die neue Familien-Erlebnis Ausstellung des Technischen Museums Wien. An einzelnen Stationen können Kinder ab 3 Jahre spielerisch ihre Fähigkeiten wie Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und Lösungskompetenz testen. Meine Tochter konnte alle Stationen mit uns gemeinsam ausprobieren und wir hatte großen Spass beim Erforschen und Herumlaufen, denn das miniXplore fördert Entdecker- und Bewegungsgeist!

Spiel und Spass für kleine Entdecker

Im miniXplore steht spielerisches Erkunden im Vordergrund – ohne Bedienungsanleitung und ohne „richtig“ und „falsch“. So können sich Kinder, Eltern oder erwachsene Begleitpersonen ohne Hemmschwelle und mit viel Spaß und Spannung an MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) heranwagen.

Das pädagogische Konzept von miniXplore folgt den Leitmotiven der „21st century skills“. Die einzelnen Stationen fördern somit Fähigkeiten wie Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und Lösungskompetenz, die als Grundlage für selbstgesteuertes Lernen und Bewältigung der komplexen Aufgaben- und Problemstellungen des 21. Jahrhunderts erachtet werden. Auch die künstlerische und architektonisch abwechslungsreiche Gestaltung des Raumes unterstützt auf unterschiedlichen Ebenen die Bewegungs- und Entdeckungsfreude von Kindern.

Der Bereich ist abwechslungsreich gestaltet und bietet neben den unterschiedlichen Entdeckerstationen auch ganz viel Platz und Möglichkeiten, sich zu bewegen, zu klettern, herumzulaufen und sich gemeinsam kreativ zu entfalten.

Die gesamte Gestaltung des Raumes wird so zur Spielfläche der inhaltlichen Stationen und unterstützt auf unterschiedlichen Ebenen die Bewegungs- und Entdeckungsfreude der Kinder. Rauflaufen, reinkriechen, runterrutschen, balancieren, entdecken, zuhören, tasten, greifen, die Motorik schulen, hier wird auf vielen unterschiedlichen Ebenen sensorisch und motorisch gefördert.

Formenzirkus

Mit bunten Gummibändern können an dieser Station Muster nachgeformt werden, oder ganz nach der eigenen Fantasie Formen gebildet werden. Das schult die Feinmotorik und fördert die Kreativität – man kann sich eigene Bilder einfallen lassen oder nach abgebildeten Mustern die bunten Gummiringerln in Form bringen.

1,2,3 los!

Kugel, Pyramide, Würfel, am Seil oder ganz ohne Hilfe – welcher Weg wird nach oben gewählt, wo habe ich am besten Halt, wie gehts am schnellsten?! Und Schwuppdiwupp rutscht man auch schon wieder runter! Unterschiedliche Trittflächen erspüren, mal ist es rau, mal ist es glatt, mal führt der Weg hinauf oder auch wieder runter.

Die kleinen Füße können hier unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten ertasten und erspüren, ihre Geschicklichkeit testen und sich so richtig austoben.

Organisatorisches:

Die Plätze im miniXplore sind begrenzt, damit es nicht zu überlaufen ist und man sich optimal entfalten kann. Ihr könnt 40 Minuten Slots buchen, in denen ihr dann die Ausstellung besuchen könnt. Aufgrund der aktuellen Covid-Situation liegt die Kapazität des Raumes derzeit bei 20 Personen.

Gegen eine Reservierungsgebühr von € 2,50 pro Person kann man sein gewünschtes Zeitfenster buchen. 

Für alle Spontanen und Kurzentschlossenen sind etwaige Rest-Slots am selben Tag direkt an den Kassen gratis buchbar.

Pixel Pixel

Wie bei einem Computerbild können hier aus einzelnen Stäben (Pixeln) bunt leuchtende Bilder zusammengesetzt werden. Als Elternteil oder Begleitperson kann man das auch gleich als Anlass nutzen, zu erklären, wie Computerbilder entstehen und Technologien gemeinsam näher auf den Grund gehen. So möchte das miniXplore einen lustvollen Zugang zu Naturwissenschaft und Technik herstellen.

Kabelsalat

Die großen Kabel laden ein, das große weltweite Netz zu entdecken. Am besten zusammen, das macht noch mehr Spass!

Das miniXplore ist nicht nur ein Ort für Kinder. Auch die erwachsenen Begleitpersonen sollen in das Ausstellungskonzept integriert werden und gemeinsam mit den Kindern ein Teil davon werden.

Gemeinsam macht es ja auch gleich viel mehr Spaß! So sollen auch bei Erwachsenen eventuell existierende Vorbehalte gegenüber Themen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik abgebaut werden. Und wie wir wissen gehen unsere Kinder oft viel selbstverständlicher und offener an diese sogenannten MINT Themen heran – lassen wir uns von ihnen anstecken und erforschen wir gemeinsam!

Baustelle

Hier können kleine Baumeister kreativ werden und ihre Projekte wahr werden lassen. Gleich daneben lädt eine kuschelige Polsterlandschaft zum Verweilen und Ausruhen ein. Man kann hier als Familie gemeinsam tätig werden, oder den Kindern beim kreativen Bauen zusehen.

Luftspielplatz

Hier kann man Bälle, Stoffknäuel und Federbälle auf Knopfdruck in die Luft jagen, balancieren lassen und wieder auffangen. So entdeckt man, wie unterschiedlich man Luft bewegen kann. Sehr spannend! Wieviel Druck braucht es, wie kann man vorsichtig dosieren, dass der Ball schwebt, was passiert, wenn der Knopf fest gedrückt wird.

Ambiente

Das gesamte Ambiente, die bunte und aussergewöhnliche Gestaltung des miniXplore lädt zum Schauen, Staunen und Entdecken ein. Luftschiffe, Ufos, Köpfe, Tiere, technische Geräte, man kann sich kaum sattsehen. Die große grüne Krabbe war unser Highlight!

Nachts im Museum

Durch den Tunnel gelangt man in einen liebevoll gestalteten Bereich mit Schaukästen, die von einer Museumswärterin mit spannenden Geschichten begleitet und erklärt werden. Begeistert sausen hier die Kinder durchs Tunnelsystem und entdecken, was sich dahinter verbirgt.

Hier wird der Entdeckergeist gefördert – was kommt nach dem Tunnel? Wie gehts danach weiter, was versteckt sich hinter den Vorhängen, wie gelangt man in die unterschiedlichen Bereiche und Ecken?

MiniXplore

Wir waren auf jeden Fall begeistert und die 40 Minuten sind wie im Flug vergangen, danach haben wir noch das Museum erkundet, hier gibt es soviel Spannendes zu entdecken und wenn es nur ein Staubsauger oder andere Haushaltsgeräte aus den 60er Jahren sind, die unsere Kinder so gar nicht mehr kennen. :-)

Hinweise und Tipps:

  • Kinder (von 3–8 Jahren) dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Aufsichtsperson ins miniXplore
  • Straßenschuhe müssen im miniXplore ausgezogen werden. Gerne kann man Hausschuhe oder Rutschsocken für sich und die Kinder mitbringen
  • Keine Wartezeiten und kein Drama – Reservieren Sie sich Ihren Wunsch-Slot online
  • Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt ins Museum

Der Zutritt zum Museum ist für alle Besucher_innen ab 6 Jahren nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet. Dieser ist während des gesamten Aufenthaltes verpflichtend zu tragen. Ein 3G Nachweis muss für einen Museumsbesuch nicht vorgelegt werden.

Für den Besuch des Bistros benötigt man einen 3G-Nachweis (getestet – geimpft – genesen).

*In Zusammenarbeit mit Technisches Museum Wien.

Categories: Kind,Lifestyle

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